Forelle Grau

Hatte ich schon erzählt, dass wir auch Forelle Grau von Oaf Schwarzbach aka Ol haben? Nein? Also wir haben auch Forelle Grau von Ol. Das ist kein Mittagsmenü in einer Marzahner Clubgaststätte, sondern es geht um Ol und sein Leben, vor allem in der DDR. Das ist übrigens kein Comic, sondern eine richtiges Buch (wie Comichasser gerne so zu Büchern ohne oder mit wenigen Bildern sagen). Nochmal: Richtiges Buch! Mit viel Text. 🙂 Also praktisch eine Graphic Novel ohne Graphic. Ok, ein paar Bilder sind auch drin. Ol macht selber aber auch ganz gute und sehr lustige und pointierte Comics bzw. Cartoons, zB. Die Mütter vom Kollwitzplatz oder Cosmoprolet, kennt Ihr ja bestimmt alle.

 

Forelle Grau Autobiografie Ol Olaf Schwarzbach

Und das meint die Presseabteilung des Berlin-Verlages dazu:

»OL ist der lebendige Beweis: Humor und Witz, komisches Talent eben, ist keine Gabe, sondern Notwehr.« Katja Lange-Müller

OL (bürgerlich Olaf Schwarzbach) ist Teil der kreativen Untergrundszene von Ostberlin. Viele von ihnen warten auf die Ausreise, machen das Beste aus ihrer Zeit. Sie haben kaum Perspektiven, wenig Respekt und führen ein lustvolles Leben. Mit sechzehn hat er zum ersten Mal Kontakt zur Staatssicherheit, die ihn fortan Forelle nennt – vielleicht wegen seines Nachnamens, vielleicht weil seine Persönlichkeit so schillernd ist wie eine Regenbogenforelle. Als die Stasi während der Durchsuchung einer Wohnungsausstellung Kopien seiner systemkritischen Comics findet, verbrennt er die Originalzeichnungen und flieht.

Eigentlich wollte er nie in den Westen. Direkt und ohne Eitelkeit erzählt OL seine ganz persönliche tragikomische Ost-West-Geschichte – weil er genervt ist von Erzählungen und Mythen über den Osten, die so gar nicht seinen Erinnerungen entsprechen, und weil er vieles anders sieht. Vor allem mit einer großen Portion Humor und Selbstironie.