Signiertermin: Craig Thompson

Ich freue mich Euch ankündigen zu können, dass einer der ganz großen amerikanischen Comic-Zeichner bei uns im Laden signieren wird:

Craig Thompson
Samstag, 12. März 2016

ab 16 Uhr
 

Wir erwarten großen Andrang, und werden wie immer Slots (Wartenummern) vergeben, um "Schlange stehen" zu vermeiden. Wer möchte, kann sich diesbezüglich gerne mit mir vorab in Verbindung setzen.

Danke an Reprodukt und Euch bis dahin größtmögliche Vorfreude!

Blankets - Graphic Novel Mach's gut Chunky Rice ComicWeltraumkrümel

 

Comics des Jahres (Update)

Liebe Blogleser und Comicfans,

hier war es in den letzten Tages etwas ruhig. Das liegt zum einen daran, dass im Laden und mit den Vor- und Nachbereitungen der  letzten Comicmessen einfach viel zu tun war. Zum anderen habe ich die Ehre, mit geschätzten Kollegen und Comiczeichnern in der Jury zur Wahl der Comics des Jahres (veranstaltet vom Tagesspiegel) vetreten zu sein. Dazu mussten viele, viele Comics gelesen werden. Meine fünf Nominierungen habe ich nun eingereicht, die Titel werden hier aber noch nicht verraten, sondern in Kürze im Comic-Blog des Tagesspiegels veröffentlicht. Anschließend erfolgt nach Auswertung aller Nominierungen die finale Preisverleihung an die Comics des Jahres.

Update: unter diesem Link gibt es nun meine 5 (+2) Comics des Jahres nachzulesen.

Einige Nominierungen anderer Kollegen sind bereits Online gegangen. Die Titelvielfalt wird so bunt wie noch nie, soviel kann ich schonmal verraten. Schaut einfach mal rein unter:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics

Ihr könnt dort übrigens auch Eure eigenen favorisierten Titel benennen, und dabei noch einige Comics gewinnen. Mehr Informationen zur Leserumfrage des Tagesspiegels findet Ihr hier: Leserumfrage: Was sind die besten Comics des Jahres?

Übrigens gibt es ab sofort einmal monatlich eine Comicseite im gedruckten Tagesspiegel. Über soviel Engagement können wir uns freuen.

Comicmessen in Berlin

An alle, die uns gestern an unserem Stand auf der Berliner Comicmesse im Ellington-Hotel besucht haben: es war schön Euch dort zu treffen, viel Spaß mit den neuen Comics. Ihr habt mal wieder guten Comic-Geschmack bewiesen! 😉

Vielen Dank auch an die Veranstalter, es lief wie gewohnt alles reibungslos. Und auch wenn in der großen Halle wieder mal der eine oder andere Trödeltrupp am Start war, so ist die Veranstaltung insgesamt doch absolut gelungen – was sicherlich auch an dem wunderbaren Publikum mit ehrlichem Interesse an der Vielfalt der Comics gelegen haben dürfte.

Na klar, auf der Hipsterskala fällt die Comicmesse etwas hinter der Comicinvasion zurück (gut-bürgerliche weisse Tischdecken-Strenge vs. morbiden Industriebau). Die Invasion ist ja auch eher Party als Messe. Dafür gab es auf der Messe weniger Kleinkunst, und dafür ein größeres Spektrum an gereiften und bereits verlegten Comics zu sehen. Die beiden Veranstaltungen könnten unterschiedlicher nicht sein, und haben beide ihre Berechtigung, und konkurrieren nicht miteinander.  Was mich an der Comicinvasion etwas irritiert ist der Anteil der Non-Comics, der gefühlt 80% der Veranstaltung ausmacht. Nichts gegen einen Vermischung von Comic und sonstigen Kunstformen, allerdings würde ich mir bei einer Comicveranstaltung auch einen entsprechenden Schwerpunkt wünschen. Das erinnert mich an einen Spruch aus der Comicbibliothek Renate gegenüber einen Comiczeichner, der dort Comics unterbringen wollte: "am besten laufen so Sachen, die garnichts mit Comic zu tun haben".

Ein wenig zu simpel fand ich einige Verlagsstände im Ellington, da wurden ein paar Bücher auf den Tisch gelegt und zwei Praktikanten dahinter gestellt, und das wars dann. Da könnte es doch mal was besonderes geben, ein paar mehr Zeichner, eine aufwändigere Präsentation mit riesigen Aufstellern, Plakaten oder andere Specials. Das würde auch dem Foyerbereich nochmal mehr Festivalcharakter geben, und zu einem Erlebnis für die Besucher beitragen. Für viele Aussteller ist die Messe doch offenbar immer noch eine Börse.

Wobei ich immernoch der Meinung bin, dass eine Kombination aus beiden Veranstaltungen – Messe und Invasion – die beste Variante für Berlin wäre, und auch einen realistischen Überblick über die Bandbreite, über das derzeitige Spektrum des Comics geben würde. Und aus vielen Gesprächen habe ich herausgehört, dass ich nicht der Einzige bin, der sich so etwas wünscht. Es wird wohl leider ein Wunsch bleiben.

 

Batman-Day ausgefallen

Am vergangenen Samstag war ja Batman-Day. Das Datum wurde willkürlich gewählt – Gratis-Batman-Comics sollten verteilt werden. Die Resonanz bei uns im Laden war gleich Null. Wir haben an der Aktion aber auch nicht aktiv teilgenommen. Tja – wenn man 100 andere Hefte kaufen muss, die man nicht braucht, um an die Free-Comics heranzukommen, dann machen da eben kaum Läden mit. Eine ähnliche Verlagspolitik fährt Panini mit Variantcovern: das Variant 2 von Original Sin ist viel zu hart limitiert (220 Stück), und an eine Abnahmemenge gebunden, und dann wird es noch zugeteilt – wie damals nach dem Krieg die Lebensmittelrationen, oder wie in der DDR die Bananenbündel.  Mit solchen amerikanischen Marketing-Ideen (dort ist das bei einigen Comicverlagen gang und gebe) schafft man sich als Verlag am Ende unzufriedene Stammleser. Als Verlag die Konkurrenzsituation verschiedener Comicläden auszunutzen, um solche Aktionen dann in einzelnen Läden doch durchzudrücken, finde ich übrigens auch kontraproduktiv. Es gibt ja eh kaum noch Comicläden, von Buchläden mit Comicabteilung ganz zu schweigen. Und die Leser reagieren zumindest hier eher verständnislos, als dass sie jetzt woanders suchen…

Prädikat: besonders ärgerlich

Wir pflegen übrigens ein eher kollegiales Verhältnis zu etlichen anderen Comicläden aus ganz Deutschland, als das wie uns hier auf solche psychologischen Spielchen einlassen. Ein paar der Free-Comics bekommen wir für unsere treuen Stammkunden über einen Kollegen noch rein. Macht Euch keine Sorgen. Beschwerden sendet bitte direkt an den Verlag.

Berliner Comicmesse

Am Samstag findet wieder die Berliner Comicmesse statt. Unseren Stand findet ihr wie immer im Foyer. Wir werden gute Bücher dabei haben, darunter auch ein paar Raritäten und signierte Ausgaben, Alben, Graphic Novels und Mangas. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Berliner Comicmesse 2014

Ellington Hotel | Nürnberger Str. 50-55 | 16.11.2014 | 10 bis 16 Uhr


Aus der Presseerklärung:

"Höhepunkt des Programms dürfte diesmal der Besuch von Jean-Luc Delvaux sein. Delvaux ist quasi „auf Autos spezialisiert“. Neben dem Klassiker Michel Vaillant kreiert er für seine eigene Serie Die Abenteuer des Jacques Gibrat authentische und dynamische Autos, die ihn nicht nur bei Comicfans, sondern auch bei Auto-Liebhabern bekannt gemacht haben. Delvaux wird neben Baudoin Deville (Riders of the Storm) am Stand von Salleck Publications signieren.

Daß auch hiesige Comiczeichner Erfolg haben können beweist der Wahlberliner Flix. Mit Faust – Der Tragödie erster Teil veröffentlichte er bereits in der FAZ und Ferdinand – Der Reporterhund hat es mittlerweile auf drei Alben gebracht. Flix wird sich die Hände am Stand von Modern Graphics wundzeichnen und u. a. seinen Weihnachtskalender für 2015 vorstellen.

Es ist schon Tradition, dass die Berliner Comicmesse auch immer wieder Newcomern die Möglichkeit gibt, ihre Ideen einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Diesmal wird Ron Lipkowski erste Arbeiten zu seinem Comic Haro präsentieren und D. G. Stephan und Mario Anger geben Einblicke in ihr aufwendiges Projekt Wanderer.

Folgende Zeichner werden ebenfalls auf der Messe aktiv: Robert Heracles (Nam-Tech), Tim Wöhrle (Eridani), Tomppa (Engel) und Rainer Engel (Captain Berlin). Damit setzt die Berliner Comicmesse ihre Tradition als Treffpunkt für deutsche und internationale Zeichner fort und wird so dem Anspruch einer Stadt gerecht, die seit Jahren Kreative aus aller Welt anzieht."

Programm:

11:30 Uhr: Tim Wöhrle (Eridani) hält einen Vortrag über Fotocomics

13:00 Uhr: Heiner Lünstedt (München) berichtet über die größte Comicveranstaltung der westlichen Welt, den Comic Con in San Diego (USA)

14:30 Uhr: Eckart Schott (Salleck Publications) im Gespräch mit Jean-Luc Delvaux (Die Abenteuer des Jacques Gibrat)

Signier- und Zeichentermin: Nicolas Brachet

Nicolas Brachet

signiert

Fluchttunnel nach West-Berlin

Samstag, 25. Oktober, ab 14 Uhr
bei Comics & Graphics, Prenzlauer Allee 46 in 10405 Berlin


Fluchttunnel nach West-Berlin

Fluchttunnel nach West-Berlin von Olivier Jouvray & Nicolas Brachet
Avant-Verlag | Hardcover | Albenformat | 56 Seiten in Farbe | 19.95 EUR

 

Berlin, 1964. Drei Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer fasst der Kunststudent Tobias den waghalsigen Entschluss, einen Tunnel von West nach Ost zu graben. Die Mauer, die zahlreiche Familien und Freunde voneinander trennt, ist ihm schon lange ein Dorn im Auge — auf der anderen Seite, im Osten der Stadt, träumt seine kleine Schwester Hanna von einer Flucht in den Westen. Mit Hilfe seines besten Freundes Mathias und vielen Freiwilligen, die sich den beiden schon bald anschließen, soll der riskante Plan in die Tat umgesetzt werden. Begleitet von der ständigen Angst, entdeckt zu werden, beginnen er und seine Helfer unter strengster Geheimhaltung, einen Tunnel zu graben, der ihre Verwandten in die Freiheit führen soll…

Fluchttunnel nach West-Berlin basiert auf einer wahren Begebenheit, der Geschichte des »Tunnels 57«. Am 3. und 4. Oktober 1964 fliehen insgesamt 57 Menschen durch einen 145 m langen Tunnel, der den Keller einer alten Bäckerei in der Bernauer Straße mit einem unbenutzten Toilettenhaus im Hof der Strelitzer Straße 55 verbindet. Als die DDR-Grenztruppen von Mitarbeitern der Staatssicherheit auf den Fluchtversuch aufmerksam gemacht werden, kommt es zur Konfrontation…

Aus dem Französischen von Annika Wisniewski.

"Ein spannendes Geschichts-Kapitel" – B.Z. Berlin

"Mit sicherem Strich und Liebe zum Detail gezeichnet." – Leipziger Volkszeitung

"In zurückhaltenden Braun-, Grau- und Blautönen und mit klaren Linien erzählen die Comicmacher die dramatische Geschichte." – Berliner Zeitung

Leseprobe | Nicolas Brachet Website

 

Auf den Spuren von Jules Verne

Diesen Sommer fand im Künstlerhaus Bethanien in Berlin Kreuzberg die Ausstellung Das mechanische Corps statt. Der Kulturwissenschaftler und Kurator Peter Lang und sein Team hatten dort eine wunderbare Kunstausstellung zum Thema Steampunk geschaffen. Leider ist Peter Lang vor einigen Tagen überraschend und zu jung gestorben. Ich habe ihn als kompetenten und äußerst sympathischen Menschen im Rahmen der Vorbereitung der Ausstellung kennen gelernt. In Memoriam gibt es hier ohne viele Worte ein paar Impressionen der Ausstellung.

Steampunk Das mechanische Corps Bild 15

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Ausstellung: Das mechanische Corps

Das Künstlerhaus Bethanien begibt sich auf die Spuren von Jules Verne: morgen, am 5.Juni wird dort eine Ausstellung zum Thema eröffnet. Zu sehen gibt es dort u.a. Exponate (einschl. Comics) zu den Themen Steampunk und Retrofuturistik. Wer genau hinsieht, wird dort ev. auch etwas aus meiner privaten "Sammlung" entdecken. 🙂

Das Mechanische Corps Ausstellung

Das Mechanische Corps Ausstellung Bild 2

Die Ausstellung läuft vom 6. Juni bis 3. August 2014 und ist täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Vernissage findet am 5. Juni ab 19 Uhr statt.

Ausgestellte Künstler: Yoshi Akai, ATAK, Roland Boden, Jean-Pierre Bouvet, James Capper, Wendy Esmeralda Castillo, Jos de Vink, Stefan Fahrnländer, Eric Freitas, Roland Fuhrmann, Andreas Gerth, Gregor Hildebrandt, Karl Hans Janke, Thomas Kellner, Yunchul Kim, Alicja Kwade, Peter Langer, Via Lewandowsky, Florian Mertens, Gustav Mesmer, Moebius, Richard „Doc“ Nagy, Nik Nowak, Donna Ong, Panamarenko, Michael Sailstorfer, Alexander Schlesier, Henrik Schrat, François Schuiten, Amanda Scrivener, Steam Noir, Haruo Suekichi, Philip Topolovac, Gerard van Lankveld, Brecht Vandenbroucke, Viron Erol Vert, Takashi Watabe, Bert Wrede, Ralf Ziervogel

Mehr Informationen gibt es unter diesem Link: http://www.bethanien.de/exhibitions/das-mechanische-corps/