Swinging London

Swinging LondonPeter Hetzler empfiehlt den neuesten Band aus der Noir-Reihe  von Schreiber & Leser:

Also De Metter ist schon klasse. Bereits in Shutter Island hat er ein Artwork abgeliefert, das vom Feinsten war. Seine Figuren wirken mehr schraffiert, als gezeichnet, was ihnen einen flüchtigen Ausdruck gibt. Auch die Farben sind unscharf, bringen aber genau die Stimmung in die Bilder, die die jeweilige Episode braucht.
 

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Graphic Novels – Edition der Süddeutschen Zeitung

Unter dem Label "Bibliothek Graphic Novels" startet am 12.März eine Reihe ausgewählter Graphic Novels in einer Edition der Süddeutschen Zeitung.

Auch wenn die SZ Ihre Graphic Novels hier mit 'illustrierten Romanen' verwechselt bzw. ihre Comics so  betitelt (gezeichnete Literatur ist eben etwas anderes, als Literatur mit Illustrationen), und auch das Medium  recht einseitig in Richtung Realität, Biografie und Zeitgeschichte (Fiction,  Fantasy oder Humor werden da völlig ausgeklammert) begreift, ist das ansonsten eine wirklich schöne Sache. Immerhin sind einige der besten Künstler und großartigsten Comics dabei.

Alle Bände erscheinen als gebundene Hardcoverausgabe in einem einheitlichen Format zu einem vergleichsweise günstigen Preis – eine gute Gelegenheit, um Graphic Novels kennen zu lernen oder Lücken in der eigenen Bibliothek zu schließen. Bitte teilt uns ggf. Euren Bedarf mit.

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Haarmann

Haarmann

Der Comictipp des Monats Oktober von Peter Hetzler.

Es ist den Berichten des Schriftstellers und damaligen Prozessbeobachters Theodor Lessing zu verdanken, dass das Verfahren gegen den Massenmörder Fritz Haarmann nicht so abgelaufen ist, wie die Behörden es gerne gehabt hätten: unauffällig und „unter Vermeidung der Bloßstellung von Ämtern und Behörden“. Es waren nämlich vor allem die Polizeibehörden von Hannover, die in den 1920er Jahren sämtliche Hinweise bezüglich der Machenschaften von Haarmann unter den Teppich gekehrt haben. Nicht zuletzt deshalb, weil Haarmann als Geheimagent auf ihrer Gehaltsliste stand und dadurch in der Lage war, im Bahnhofsviertel nach jungen Männern Ausschau zu halten, die ihren Anschlusszug verpasst hatten und froh waren, eine kostenlose Bleibe für die Nacht angeboten zu bekommen.

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