von fr4nk am 2. September 2010

Der Comictipp des Monats September von Peter Hetzler.
Im Jahr 1984 reist der Schriftsteller Edgar Saint Preux von Paris an die bretonische Küste, um in Ruhe ein Buch zu schreiben. Er steigt in einem Gasthaus ab, das zu Recht den Namen ?Herberge am Ende der Welt” trägt, denn rundum gibt es nichts und niemanden zwischen den regenumtosten Klippen der rauen Küste. Eine düstere Atmosphäre, in der der Herbergswirt – ein kranker alter Mann – ihm ein Zimmer zuweist, bevor er sich wieder hustend und fiebernd ins Bett zurückzieht.
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von fr4nk am 2. September 2010

Wenn die Welse den Fluss verlassen: “Das Ende der Welt” von Pierre Wazem und Tom Tirabosco erzählt eine poetische Geschichte auf hohem künstlerischen Niveau.
Alles ist dunkel und es regnet in Strömen. Bei einem Unfall wird das Auto einer Familie von einem Baum zerquetscht. Einige Jahre später ein ähnliches Szenario: sintflutartige Regenfälle. Die Welse steigen vom Grund der Flüsse auf – der Weltuntergang scheint bevorzustehen.
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von nestor am 15. August 2010

Bei Schreiber und Leser ist der erste Band eines Comics aus Osamu Tezukas Spätwerk von 1973 erschienen.
Auch in Japan hatten die 68er ihre Spuren hinterlassen. Der Manga hatte sich empanzipiert. Neue Genres entstanden. Die Szenarios wurden realistischer. Und Tezuka, der immer schon mit den verschiedenen Stilen expermentiert hatte, musste sich, nachdem gerade seine Filmfirma pleite gegangen war, neu orientieren.
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von fr4nk am 15. August 2010

Unter dem Label ‘Paradogma’ entsteht ein neues Science-Fiction-Magazin. Bereits im Mai ist die erste Ausgabe der Reihe “Ferne Welten” erschienen.
Lange hat es gedauert, aber nun ist es endlich da – und das Warten hat sich gelohnt. Mit dem von Christoph Kotowski herausgegebenen “Ferne Welten” gibt es jetzt endlich wieder ein deutschprachiges Sci-Fi-Magazin. Bereits die erste Ausgabe macht einen hervorragenden Eindruck.
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von comickunst am 14. August 2010

Der Comictipp des Monats August: Peter Hetzler empfiehlt die Adaption der Novelle von Artur Schnitzler durch Manuele Fior.
Ach, wie schööön. Das ist ja unglaublich, wie stilsicher Fior hier die Atmosphäre des Jahres 1920 in einem italienischen Kurort einfängt, in dem sich die Damen und Herren der Gesellschaft ein Stelldichein geben. Ganz im Stil der Wiener Secession gemalt, adaptiert Fior die Novelle von Arthur Schnitzler, in der sich alles um ein unmoralisches Angebot dreht – und um die Frage, wie Else damit umgeht.
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von fr4nk am 13. August 2010
Der Comic ist erwachsen geworden, heißt es oft so schön. Nur bei einem der größten Verlage läuft das offenbar anachron.
Früher gab es mal die sogenannte “Coverfalle” – Comics die wunderbare Cover hatten, innen aber mitunter erstaunlich schlecht gezeichnet waren. Auch die gut gezeichneten Comics hatten meist noch ein viel schickeres Cover – gelegentlich in von verschiedenen Künstlern gezeichneten Varianten. Das Cover vermittelt den ersten Eindruck des Heftes, und da wird natürlich und legitimer Weise entsprechender Aufwand betrieben.
Nur in letzter Zeit kann man beim Durchblättern des Marvel-Preview-Katalogs nur noch den Kopf schütteln. Die Helden sehen alle aus wie frisch aus der Mucki-Bude entsprungene Türsteher, die Superheldinnen sehen meist aus wie die Bordsteinschwalben aus der Oranienburger Straße. Über solche anatomische Entgleisungen und plumpeste Erotik kann man sich sicher noch vortrefflich streiten.
Was aber richtig bitter aufstößt, sind diese heroischen, von jeder Ironie oder Humor befreiten Posen und Szenarien, die dort abgebildet werden. Und wenn das dann noch in Sepia getüncht ist und Captain Amerika die Fahne im Kampf schwingt, dann ist das die fragwürdige Ästhetik einer Leni Riefenstahl. Ob sich dieser Geist im Innern der Hefte durchsetzt? Ich kanns nicht beantworten, denn die Coverfalle wirkt hier genau umgekehrt: ich habe keine Lust so ein Heft auch noch aufzuschlagen.
von comickunst am 27. Juli 2010

Die Story von Cooper in atemberaubendem Artwork
Der Comictipp des Monats Juli.
Autor: Peter Hetzler / Comickunst.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Album ist einfach nur geil. Ein Artwork zum Niederknien. Seiten über Seiten, so schön gezeichnet, dass jede einzelne davon schon fast das Geld für das Album wert ist. Von den genialen Kompositionen der Doppelseiten gar nicht zu reden.
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von fr4nk am 20. Juli 2010
Der Comic-Klassiker “Yakari” erlebt dank seiner Zeichentrickverfilmung eine Renaissance. Inzwischen hat sich die Serie bei uns zu einem echten Bestseller entwickelt (Bücher und Poster).
2009 startete der Verlag Salleck Publications (Eckart-Schott-Verlag) mit einer Wiederveröffentlichung der seit den späten 1970ern erschienenen und lange vergriffenen Yakari-Bände von Texter Job (André Jobin) und Zeichner Derib (Claude de Ribaupierre). Die gleichnamige Fernsehserie erfreut sich bei den Kids besonderer Beliebtheit (Altersgruppe bis 10 Jahre). Dass die Serie auf einem Comic beruht, wissen von den jungen Serien-Fans wahrscheinlich die wenigsten. Die Serie erschien bereits als Heftreihe im Carlsen Verlag (später fortgesetzt von Salleck). Salleck veröffentlicht nun die Bände in einer schönen, gebundenen Variante.
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von fr4nk am 20. Juli 2010
Den nächsten Katalog des Splitter-Verlages wird es in zwei Ausführungen geben:

Einmal als kostenlosen Standardkatalog mit Vorstellung der Neuerscheinungen auf 108 Seiten, und einmal als umfangreichen Katalog mit Neuerscheinungen und Backlist, vielen Lesenproben etc.. Der große Katalog ist mit einer Schutzgebühr von 1,50 EUR belegt, und nur wird auf Vorbestellung produziert. Bitte gebt uns kurfistig Bescheid, ob Ihr diesen Katalog haben möchtet. Die Schutzgebühr verrechnen wir bei einem Einkauf, d.h. wenn Ihr bei uns etwas kauft oder bestellt bekommt Ihr die Gebühr erstattet.
Ihr könnt Euch den Katalog bereits jetzt hier downloaden.
Den “kleinen” Katalog gibts weiterhin komplett kostenfrei, bitte teilt uns auch hier ggf. Euren Bedarf mit.
Die Kataloge werden im August bei uns erhältlich sein.
von fr4nk am 16. Juli 2010
Mit Prometheus erscheint im Splitter-Verlag z.Z. ein spannendes und ungewöhnlich erzähltes Sci-Fi-Epos von Christophe Bec.

Es passieren unheimliche Dinge. Ein Spaceshuttle verschwindet, und taucht später wieder auf – die Besatzung zerstückelt, es gibt nur einen Überlebenden. Ein seit 60 Jahren vermißtes deusches U-Boot wird plötzlich geortet. Auf der Erde bleiben gleichzeitig alle Uhren stehen und der Mechanismus von Antikythera, ein rätselhaftes antikes Artefakt setzt sich plötzlich in Bewegung.
Alle diese Ereignisse beginnen innerhalb von wenigen Tagen um jeweils exakt 13:13! Und dann taucht auch noch die Titanic wieder auf…
Prometheus geht erzählerisch in den vorliegenden ersten beiden Bänden einen recht unbeschrittenen Weg:
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